Neue Arbeitsmedizinische Regel für Arbeiten unter UV-Strahlung

Arbeitgeber müssen Beschäftigten bei Tätigkeiten mit intensiver UV-Strahlung arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten


Inhalt: Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Arbeitsmedizinische Regel (AMR) 13.3 bekannt gemacht. Diese konkretisiert, wann bei Tätigkeiten im Freien eine intensive Belastung durch natürliche UV-Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag i.S.d. Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) anzunehmen und daher eine arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten ist.

Sie soll dazu beitragen, die Belastung der Beschäftigten durch natürliche UV-Strahlung möglichst gering zu halten.

Adressat: Diese AMR richtet sich an Arbeitgeber, deren Beschäftigte regelmäßig mehr als eine Stunde pro Tag im Freien tätig sind.

Verbindlichkeit: Die AMR geben den Stand der Arbeitsmedizin und sonstiger gesicherte arbeitsmedizinische Erkenntnisse wieder. Bei Einhaltung dieser AMR kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der ArbMedVV erfüllt sind. Er kann aber auch eine andere Lösung wählen, muss damit jedoch mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

Gem. § 5 Abs. 1 i.V.m. Anhang Teil 3 Abs. 2 Nr. 5 ArbMedVV haben Arbeitgeber Beschäftigten bei Tätigkeiten im Freien mit intensiver Belastung durch natürliche UV-Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag vor Aufnahme der Tätigkeit und anschließend in regelmäßigen Abständen arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten.

Es wird konkretisiert, wann bei Tätigkeiten im Freien eine solche intensive Belastung durch natürliche UV-Strahlung von regelmäßig einer Stunde oder mehr je Tag anzunehmen ist. Da auch, wenn die Kriterien des Abschnitts 4 nicht erreicht werden, Belastungen durch natürliche UV-Strahlung nicht ausgeschlossen werden können, ist den Beschäftigten Wunschvorsorge gemäß § 5a ArbMedVV zu ermöglichen.

Arbeitsmedizinische Vorsorge ist immer unabhängig von persönlichen Schutzmaßnahmen durchzuführen. Die Voraussetzungen, unter denen Arbeitgeber Beschäftigten eine Angebotsvorsorge anzubieten haben werden für Tätigkeiten in Deutschland und für Tätigkeiten außerhalb Deutschlands aufgeführt.

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