Warning: Declaration of YOOtheme\Theme\Wordpress\MenuWalker::walk($elements, $max_depth) should be compatible with Walker::walk($elements, $max_depth, ...$args) in /homepages/35/d734905665/htdocs/clickandbuilds/Certlex/wp-content/themes/yootheme/vendor/yootheme/theme/platforms/wordpress/src/Wordpress/MenuWalker.php on line 8

Neufassungen der TRGS 552 Krebserzeugende N-Nitrosamine der Kat 1A und 1B

Inhalt: Die TRGS beschreibt in Ergänzung zur TRGS 400 die Vorgehensweisen bei der Informationsermittlung, der Gefährdungsbeurteilung und bei den Schutzmaßnahmen zur Minimierung von Belastungen durch krebserzeugende N-Nitrosamine (Kat. 1A und 1B) an Arbeitsplätzen.

Adressat: Die neu gefasste Technischen Regeln für Gefahrstoffe TRGS 552 richtet sich an Arbeitgeber, in dessen Verantwortungsbereich Tätigkeiten mit krebserzeugenden N-Nitrosaminen der Kategorien 1A und 1B ausgeführt werden, bei denen die Beschäftigten und andere Personen diese über die Atemwege oder Hautkontakt aufnehmen können.

Verbindlichkeit: Generell sind Technische Regeln nicht rechtsverbindlich. Bei Einhaltung der Technischen Regeln kann der Betreiber davon ausgehen, dass die zugrunde liegenden Forderungen der Gesetze und Verordnungen erfüllt sind (Vermutungswirkung). Wählt der Betreiber / Fachbetrieb eine andere Lösung, muss er beweisen, dass er mit dieser Lösung mindestens die gleiche Sicherheit erreicht.

__________________________________________________________________________

Die TRGS 552 dient der Minimierung von Belastungen durch krebserzeugende N-Nitrosamine (Kat. 1A und 1B) an Arbeitsplätzen. Nach der GefStoffV zählen N-Nitrosamine zu den besonders gefährlichen und hoch potenten krebserzeugenden Stoffen. Die TRGS 552 beschreibt Vorgehensweisen für die Informationsermittlung, Gefährdungsbeurteilung und Ableitung von Schutzmaßnahmen, die zum Schutz von Beschäftigten bei Tätigkeiten im Gefahrenbereich angewendet werden können und ergänzt damit die TRGS 400. Diese Technische Regel gilt für als krebserzeugend eingestufte N-Nitrosamine der Kategorie 1 oder 2 sowie für nitrosierende Agenzien und sekundäre Amine und verkappte sekundäre Amine.

Diese TRGS einhält Anforderungen an die Metallindustrie, Gummiindustrie, chemische Industrie, Lederindustrie, Gießereiindustrie sowie sonstige industrielle Bereiche, in denen beispielsweise Gummiartikel verwendet werden. Dabei werden in der Neufassung auch bisher kaum oder nicht untersuchte Arbeitsbereiche mit potentieller Nitrosamin-Exposition aufgenommen, wie z.B. Beschichtungen nach dem Koagulationsverfahren, spezielle Arbeitsbereiche der Abwasserbehandlung und der Abfallentsorgung.

Zur Beurteilung der inhalativen Exposition in der Gefährdungsbeurteilung wird in der Neufassung mit einem praxisgerechten Bewertungsverfahren die Toleranzkonzentration und die Akzeptanzkonzentration für Dimethylnitrosamin (DMNA) auf die anderen krebserzeugenden Nitrosamine als Beurteilungsmaßstab übertragen. Damit wird das bisherige System der Summenbegrenzung dahingehend modifiziert, dass nun auch die Überschreitung des Summenwerts für ein einzelnes N-Nitrosamin einer Überschreitung der Toleranzkonzentration von 0,75 µg/m3 gleichgestellt wird. Auf Basis dieses Summenwertes wird die Akzeptanzkonzentration auf 0,075 µg/m3 gemäß TRGS 910 festgelegt. Hiermit kann die Gesamtbelastung durch verschiedene N-Nitrosamine, die am Arbeitsplatz gleichzeitig auftreten, begrenzt werden. Beurteilungsmaßstäbe für inhalative Kurzzeitexpositionen (KZE) sind der TRGS 552 in der Tabelle 2 Nr. 3.3.2 zu entnehmen. Darin enthalten sind die maximal zulässigen Konzentrationen in Abhängigkeit von der Expositionszeit.

Die Neufassung berücksichtigt den Aufnahmeweg „Haut“ in der Gefährdungsbeurteilung. So ist beispielsweise zu berücksichtigen, dass N-Nitrosamine gängige Handschuhmaterialien leicht durchdringen, so dass nach dem Kontakt mit nitrosaminhaltigen Medien ein rascher Wechsel der Schutzhandschuhe anzuraten ist.

Darüber hinaus wird in der Neufassung ein abgestuftes Baukastensystem mit Praxisbeispielen zu Substitutionsmöglichkeiten, Stoffen und Verfahren, Konstruktion und Betrieb von geschlossenen Systemen, Absaugungen sowie Inhibition, Zerstörung und Entfernung von Nitrosaminen aus dem Prozess und aus Erzeugnissen eingefügt. Im neu eingefügten Abschnitt zu arbeitsmedizinischer Prävention werden u. a. Vorsorgeanlässe für die in dieser Technischen Regel angesprochenen Tätigkeiten und Gefährdungen zu Pflicht- und Angebotsvorsorge erläutert.

Eine ausführliche Erläuterung zu den genannten Technischen Regeln für wassergefährdende Stoffe finden Sie in unserem online Rechtsinformations-System CertLex im dem Themengebiet Arbeitsrecht unter dem Themengebiet Arbeitsschutz.

Klicken Sie hier, wenn Sie Interesse haben, unser System kostenlos zu testen.

 

16.12.2018

Das könnte Sie auch interessieren

Kooperation mit Arbeitsschutz-Software AUDITOR plus Nutzer von AUDITOR plus erhalten CertLex Online Rechtskataster Die Certlex AG wird künftig mit der ... Weiterlesen
Neue Arbeitsmedizinische Regel für Arbeiten unter UV-Strahlung Arbeitgeber müssen Beschäftigten bei Tätigkeiten mit intensiver UV-Strahlung arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten Inhalt: Das ... Weiterlesen
CertLex Artikel in Arbeitsschutzmagazin „Ergonomie Markt“ Gern möchten wir Sie darüber informieren, dass in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins für den ... Weiterlesen
Neue Empfehlung im Arbeitsschutz: Schutz vor Cyber-Angriffen auf sicherheitsrelevante Arbeitsschutzeinrichtungen Durch den vermehrten Einsatz von IT-basierten Technologien und steigendem Vernetzungsgrad ... Weiterlesen

Wichtige Neuerungen, interessante News, informative Artikel – mit unserem Newsletter bleiben Sie immer auf dem Laufenden!

Letzte News

Arbeitssicherheit

Mindestvergütung für Auszubildende wird angepasst
Der Mindestlohn für Auszubildende wird ab nächstem Jahr eingeführt. Somit erhält jeder Auszubildende ab 2020 mindestens 515 Euro pro Monat. Ziel ... mehr
Prüfung nach § 14 der 42. BImSchV nur durch IHK-Sachverständige oder Inspektionsstellen
Nach § 14 der Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider müssen Betreiber ihre Anlagen alle fünf Jahre von einem öffentlich bestellten ... mehr
Energie /
Neues Gesetz über nationalen Emissionshandel für Brennstoffemissionen
Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit veröffentlichte am 23.10.2019 einen Referentenentwurf des Gesetzes über ein nationales Emissionshandelssystem für Brennstoffemissionen ... mehr
Energie /
Urteil über Cookie-Hinweis auf Websites: Was müssen Unternehmen nun beachten?
Der EuGH hat am 01.10.2019 ein Urteil (AZ C-673/17) zu dem Cookie-Hinweis auf Websites gefällt. Danach müssen Nutzer ihre Einwilligung aktiv ... mehr
Cookie-Banner, Datenschutz /
Die Certlex AG wird künftig mit der HNC-Datentechnik GmbH und ihrer Arbeitsschutzsoftware AUDITOR plus kooperieren.
Damit wird es Nutzern von AUDITOR plus ... mehr
Arbeitssicherheit /
Suche

© 2019 CertLex AG