Mindestvergütung für Auszubildende wird angepasst

Bundesrat stimmt Mindestvergütung für Azubis zu: Mindestvergütung im ersten Ausbildungsjahr monatlich 515 Euro


Der Mindestlohn für Auszubildende wird ab nächstem Jahr eingeführt. Somit erhält jeder Auszubildende ab 2020 mindestens 515 Euro pro Monat. Ziel ist eine massive Belebung des dualen Ausbildungssystems, um so dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Daneben wurde beschlossen, den Mindestlohn für Azubis über die nächsten 3 Jahre schrittweise anzuheben. Damit erhalten Auszubildende ab 2021 im ersten Lehrjahr bereits 550 Euro, 2022 585 Euro und schließlich im Jahr 2023 620 Euro. Somit ergibt  sich im Verlauf der Ausbildung folgender prozentualer Anstieg der Vergütung: um 18 Prozent im zweiten Jahr, um 35 Prozent im dritten und um 40 Prozent im vierten Ausbildungsjahr.

Angepasst wurden zudem Abschlussbezeichnungen: Künftig sollen die beruflichen Fortbildungsstufen als "Geprüfte Berufsspezialistin" bzw. "geprüfter Berufsspezialist“, „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ bezeichnet werden. Bezeichnungen wie Betriebswirtin, Wirtschaftsfachwirt oder Fachkauffrau werden nicht mehr geführt. Von den Anpassungen sind auch Meisterinnen und Meister betroffen. Sie dürfen sich künftig "Bachelor Professional" nennen.

Ein weiteres Thema, das künftig Anpassungen erfahren soll, ist die Durchlässigkeit bei gestuften Ausbildungen. Es soll leichter werden, Ausbildungen in Teilzeit zu absolvieren. Dies war bisher nur leistungsstarken Auszubildende gestattet, die alleinerziehend sind oder Angehörige pflegen. In Zukunft werden auch Geflüchtete, lernbeeinträchtigte Menschen sowie Menschen mit Behinderungen diesen Weg einschlagen dürfen. Bedingung bleibt weiterhin die Zustimmung des Ausbildungsbetriebs.

Die Neuregelungen treten zum 1. Januar 2020 in Kraft.

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