EU gleicht Barrierefreiheitsanforderungen für Produkte und Dienstleistungen an

EU-Richtlinie: Verfügbarkeit barrierefreier Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen durch einheitliche EU-Vorschriften erhöhen


Durch Angleichung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der EU-Mitglieder über die Barrierefreiheitsanforderungen für bestimmte Produkte und Dienstleistungen soll ein Beitrag zum reibungslosen Funktionieren des Binnenmarkts für Menschen mit Behinderungen geleistet werden. Geregelt ist dies in der Richtlinie (EU) 2019/882 vom 17.04.2019. Der Bedarf an barrierefreien Produkten sei laut Europäischer Kommission groß und werde weiter anwachsen. Zu berücksichtigen sei bei der beschlossenen  Ziel sei die Ermöglichung einer inklusiven Gesellschaft.

Adressat: Die Richtlinie richtet sich an die Europäischen Mitgliedstaaten. Sie bedarf zur ihrer Wirksamkeit der Umsetzung durch die Mitgliedsstaaten.

Inhalt:  Die Richtlinie soll die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fördern durch Verbesserung des Zugangs zu Alltagsprodukten und -dienstleistungen, die durch ihr ursprüngliches Design oder eine spätere Anpassung den besonderen Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen Rechnung tragen. Darüber hinaus seien aber auch Menschen mit funktionalen Einschränkungen wie Schwangere, ältere Menschen oder Reisende mit Gepäck Profiteure der Anpassung. Vorgesehen ist es, die Unterschiede zwischen den Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen und damit die Hindernisse für freien Verkehr von Produkten und Dienstleistungen sowie für den wirksamen Wettbewerb im Binnenmarkt zu beseitigen. Die Kommssion ist überzeugt, dass von einem einheitlichen Regelungsrahmen auch Unternehmen profitieren, die bisher wegen der unterschiedlichen Regelungen gemieden haben, außerhalb ihrer heimischen Märkte geschäftlich tätig zu werden. Der vermehrte Wettbewerb soll zudem zu günstigeren Preisen für die Verbraucher von barrierefreien Produkten und Dienstleistungen führen. Die vorgesehenen Anpassungen richten sich von Personenverkehrsdiensten über die bauliche Umwelt bis zu Bank- und Finanzdienstleistungen.

Hier können Sie die Richtlinie im Volltext nachlesen.

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13.06.2019

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